Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback
   19.06.16 23:06
    Diese komplizierte Ebene
   22.06.16 17:15
    Sich einzugestehen ist m

http://myblog.de/toolatetodieyoung

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Gelähmt

Heute habe ich mich zum ersten Mal in meinem bisherigen Leben nicht nur gelähmt gefühlt, sondern war es auch. Ich war gelähmt. Innerlich und Äußerlich.

Die Situation war eigentlich total banal. Ich wollte spontan mit dem Zug irgendwohin fahren. Das Ziel war mir erst einmal egal, hauptsache weg von Zuhause. Mir fiel die Decke auf den Kopf. Naja fast.
Nun stand ich schon am Bahngleis und konnte nicht. Ich konnte nicht in diesen verdammten Zug einsteigen.
Also lief ich zurück zu meinem Auto, welches ich in der Nähe vom Bahnhof geparkt hatte, setzte mich hinein und dann ging es los...

Es ist eins der schlimmsten Gefühle, die ich bisher je fühlen musste. Es hat mich komplett vereinnahmt. Und ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass es an das Gefühl eines gebrochenen Herzens herankommt. Ja, so schrecklich war es. Es tut vielleicht nicht weh, wie ein Herz, dass in Milliarden kleine Teile zersplittert ist, aber es nimmt dir ebenso die Luft zum atmen.

Diese Gefühlswelle, die da über mich kam, übertrug sich also auch auf meine Gliedmaßen. Ich war einfach nicht im Stande mich zu bewegen oder auch nur im geringsten die Handlungen, die mein Kopf dem Rest meines Körpers befahl, auszuführen. Es passierte nichts. Nichts.
Ich konnte zunächst nur da sitzen, in die Leere starren und mühselig versuchen zu atmen, denn auch das fiel mir, dank des erdrückenden Gefühls, mehr als schwer.

Ich fragte mich, was aus mir geworden ist. Hatte ich nun endgültig die Kontrolle über mich selbst verloren? Ich zog es in Erwägung, aber nein, daran lag es nicht.
War es Angst? Ja, auch. Um ehrlich zu sein, dominiert mich Angst in letzter Zeit sehr oft.
Es war also Angst, aber nicht nur. 
Vor allem war es Einsamkeit. Sie hat es sich schon seit langem bequem in mir gemacht. Sie zehrt sich an jedem Zweisamkeitsmoment. An manchen Tagen ist es so schlimm, dass ich das Gefühl habe, sie frisst mich von innen heraus auf. Sie lähmt mich also nicht nur, sondern füllt auch noch jede einzelne Zelle meines Körpers...
Bezogen auf meine Situation war es, das allein in den Zug steigen zu wollen, um allein irgendwohin zu fahren. Es gab Niemanden, der auf mich warten würde, wenn ich aus dem Zug steigen würde...  

Meine physische und psychische Verfassung überforderte mich über alle Maßen, also blieb mir nichts anderes übrig, als es auszusitzen. Zu warten, dass es wieder aufhörte. Es musste einfach aufhören.
Ich war verzweifelt. Sehr. Und wenn ich verzweifelt bin, werde ich emotional. Sehr emotional. Läuft dann noch der falsche Song, dann ist alles zu spät.
Ich war verzweifelt, emotional und es lief der falsche Song (Beach Slang - Dirty Cigarettes).
...
Es hörte auf. Irgendwann.

19.6.16 01:13
 
Letzte Einträge: Alte Muster


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung